Einige Therapieansätze haben sich bei der Behandlung von kindlichen Entwicklungsstörungen besonders bewährt. Dazu zählen u.a. die Behandlung nach der Feldenkrais-Methode, die Osteopathie und Shiatsu.
Gewisse Fragen in der therapeutschen Arbeit betreffen ferner nicht nur Art und Umfang der Therapie, sondern auch den besonderen Umgang mit Patienten und ihren Angehörigen. Unser Angebot für diese und andere spezielle Fortbildungskurse wird laufend ergänzt. Bei Interesse bitten wir um regelmässigen Besuch dieser Seite.
Gu-2011
Einführung in die Osteopathie
Inhalt: Der Begriff „Osteopathie“ bezeichnet eine diagnostische und manuelle therapeutische Vorgehensweise in der Behandlung von Dysfunktionen der Gelenk- und Gewebemobilität, die sich im allgemeinen im Zusammenhang mit dem Auftreten von Erkrankungen/Beschwerden zeigen.
"Osteopathische Medizin ist eine Wissenschaft, zugleich eine Kunst und eine Philosophie innerhalb der Gesundheitspflege, mit einem besonderen Konzept und eigenen Prinzipien für Diagnose und Therapie. Die Osteopathie behandelt den Menschen in Einheit von Seele und Körper. In der täglichen Praxis gehen die verschiedenen Behandlungsmethoden ineinander über und folgen stets einem individuellen Behandlungsverlauf nach zuvor erstelltem Diagnose- und Behandlungskonzept."
Den TeilnehmerInnen dieses Kurses wird ein umfassender Einblick in die verschiedenen Techniken vermittelt.
Referentin: Dr. med. Dina Guerassimiouk, D.O. Ärztin, Osteopathin, Dozentin am Sutherland-Osteopathie-College, Co-Autorin "Handbuch der pädiatrischen Osteopathie"
Zielgruppe: Ärzte, KrankengymnastInnen, ErgotherapeutInnen, Heilpraktiker und alle am Fachgebiet Interessierten Termin: Ein Termin für den Herbst 2011 ist in Vorbereitung. (Insgesamt 8 Unterrichtseinheiten = 8 Fortbildungspunkte)
Vo 1304 - 2012 : Diagnostik und Förderung der Graphomotorik
Inhalt:
Kinder mit einer Beeinträchtigung der Feinmotorik, die häufig im Zusammenhang mit Defiziten im Muskeltonus und einer allgemeinen motorischen Unreife steht, zeigen oft eine verkrampfte oder sehr unsichere Stifthaltung und -führung.
In diesem Seminar werden den TeilnehmerInnen geeignete graphomotorische Testverfahren und der Aufbau einer gezielten Förderung vermittelt. Hierbei werden die Fördermöglichkeiten im Bereich der Entwicklung von der Grobmotorik zur Feinmotorik, vom großen Bewegungsradius bis zu immer differenzierteren Fingerbewegungen, stets in engen Zusammenhang mit der Kindesentwicklung gesehen.
Gerade bei Kindern der 2.- 3. Klasse, die bereits in jüngeren Jahren einmal ergotherapeutisch behandelt wurden, besteht oft der Bedarf an weiterer gezielter Förderung. Die Erfahrungen der Referentin zeigen, dass es einen erheblichen Unterschied zwischen einer allgemeinen Förderung der Feinmotorik und einer Förderung der Graphomotorik gibt. Dem Themenbereich der Graphomotorik werden sich die TeilnehmerInnen des Seminars mit viel Kreativität und Ideenvielfalt zuwenden.
Ablauf des Seminars:
I. Diagnostik
- Vorstellung und praktische Auseinandersetzung mit der „Graphomotorischen Testbatterie“ sowie anderen, beobachtenden Verfahren
II. Fördermöglichkeiten
- Die Basis: Muskeltonus - Propriozeptive Wahrnehmung - Körperaufrichtung - freie Bewegungsmöglichkeit der Nacken- und Schultermuskulatur
- Förderung im Bereich der Nacken- und Schultermuskulatur (von Armschwüngen und -kreisen bis zum Jonglieren)
- Aufrichtungsübungen für verschiedene Altersstufen (von Katzen, Drachen und anderen Tieren)
- Übungen zum Training der Auge-Hand-Koordination (Luftballontennis)
- Förderung im Bereich der Handmuskulatur - Tonuserhöhung (von Pappmachè, Sandburgen und Kuchenteig...) - Fingerdifferenzierung (Fingerspiele und -lieder, Fingergummitwist...) - Instrumente (Förderung des Zusammenspiels von Nacken-, Schulter-, Arm- und Handbewegung)
- Die Stifthaltung - eine Kunst für sich - Erarbeitung des Dreipunktgriffs - Stiftverdickung - Wackelstift
- Die Stiftführung - Von großen und kleinen Achten - „Meine Hand ist ein Laster“ - „Rennfahrertraining“ - Monster ausmalen - Freies Malen - Hilfe bei Formen
- Schriftvorübungen Vorstellung und praktische Anwendung verschiedener, therapeutischer Materialien, um Formen, Winkel, Linienführung, Auge-Hand-Koordination zu erarbeiten
- Linkshändigkeit Besonderheiten, die hier zu beachten sind
Vo 1002-2012
: Musik und Rhythmik in der Therapie mit Kindern
Inhalt:
Dieser Kurs ist ein Einführungskurs zu den unterschiedlichen Möglichkeiten, mit Musik und Rhythmik therapeutisch zu arbeiten. Zu jedem hier aufgeführten Thema können bei Interesse weiterführende Kurse im Jahr 2011 besucht werden.
Die TeilnehmerInnen werden an beiden Tagen in ein klangliches Erlebnis eintauchen, Instrumente ertasten und erspielen, die eigene Körperwahrnehmung sowie die Raumwahrnehmung mit Hilfe von Geräuschen, Klangwegen und vielen anderen musikalischen Spielen erfahren. Sie werden sich zunehmend allein durch ihr Hören im Raum orientieren, erfahren, wie sie aus Alltagsmaterialien einfache Instrumente basteln- und sich nach verschiedenen Rhythmen bewegen können. Im Laufe des Seminars werden die TeilnehmerInnen an das Thema in der Weise herangeführt, wie es mit den Kindern in einem über Monate dauernden, therapeutischen Prozess zu erarbeiten wäre. Hierzu erforderliche theoretische Grundlagen und Fragen werden zu Beginn des jeweiligen Themenblocks geklärt.
Es sind keine Musikalität, tänzerische oder rhythmische Fähigkeiten für dieses Seminar erforderlich. Willkommen sind hingegen Spiel- und Entdeckungsfreude sowie Neugier.
Hinweis: Bitte bequeme Kleidung und warme Socken mitbringen!
Ablauf:
1. Kennenlernen von Instrumenten für Kinder - Welche Instrumente sind für Kinder geeignet? - Handhabung und/ Lagerung /Adressen empfehlenswerter Instrumentenhersteller - Einführung der Instrumente
2. Körpereigenwahrnehmung - Klangmassage mit Kindern
3. Instrument Körper und Stimme - Sammeln von Klängen, Geräuschen, Rhythmen des eigenen Körpers und der Stimme - „Horch mal, wie mein Herz schlägt und wie es in meinem Kopf rauscht...“ - "Der Klangplanet“
5. Instrumentenbau - Ideen und Anregungen für einfache selbstgebastelte Instrumente
6. Die auditive Wahrnehmung und ihre Teilbereiche - Figur-Hintergrund-Unterscheidung, Richtungshören, räumliches Hören und Orientieren - „Drache Kling Klang“ - „Klangwald“
7. Vom Rhythmus, Takt, Grundschlag und anderen merkwürdigen Tierchen - Bewegungsrhythmus - Rhythmische Arbeit an Reimen, Versen und Liedern
8. Der emotionale Aspekt der Musik - Bewegung / Tanz nach unterschiedlicher Musik (harter-aggressiver-fröhlicher- tänzerischer)
Kr 0104-2011: Bewegung - Tanz - Tanztherapie mit Kindern
Einblicke, Möglichkeiten, Erfahrungen...
Allgemeines:
Kinder haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang, lieben Musik und tanzen gern.
Lernen ist an persönliche Erfahrungen gebunden, Kinder reagieren auf diese emotional
und phantasiebetont. Zu tanzen fördert Kreativität und Konzentration und entwickelt ihr Rhythmusgefühl. Durch Veränderungen der Wahrnehmungsebenen in der Bewegung werden Kinder immer wieder auf eine neue Art angesprochen, gewinnen Selbstbewusstsein und Vertrautheit mit ihrem eigenen Körper.
Zielgruppe: PädagogInnen, TherapeutInnen und alle, die mit Kindern arbeiten und leben.
Inhalt:
Die Referentin gibt einen Einblick in das spezielle Verfahren der psychotherapeutischen Tanztherapie auf Grundlage der tiefenpsychologisch psychotherapeutischen Therapie. Die TeilnehmerInnen arbeiten im Prozess mit der Aufgabe, diesen zu erkennen und die angemessenen Interventionen zu finden. Ursula Krauß wird die genannten Grundlagen mit wesentlichen Elementen der Sensorischen Integration verbinden:
"Meine langjährige Erfahrung mit Kindern in der Einzel- und Gruppentherapie hat gezeigt, dass die psychotherapeutische Tanztherapie, so wie ich sie praktiziere, sich auf Grundgedanken der Sensorischen Integration stützt. Zudem erlebe ich in meiner ergotherapeutischen Arbeit mit Kindern, wie die Inhalte der tiefenpsychologischen Tanztherapie meine Therapien verfeinern und ergänzen".
Referentin: Ursula Krauß, Ergotherapeutin
Termine: insgesamt 12 Unterrichtseinheiten/12 Fortbildungspunkte Die Termine sind in Vorbereitung.
Teilnehmerzahl:
ca. 20 Personen
Kursgebühr: EUR 120,00
Hinweis: Bitte bequeme Kleidung tragen und unbedingt ein festes Kissen und eine Decke mitbringen!
Veranstaltungsort/Anmeldung:
Förderverein Kindesentwicklung e. V.
Pädiatrische Fortbildung
Mexikoring 35 1. Etage
22297 Hamburg
Telefon: 040 6325055
Fax: 040 6325875
Email: kindesentwicklung@web.de
Web: www.kindesentwicklung.org
Sp 2701 - 2012
Einführung in die Feldenkrais-Methode
Inhalt: Die von dem Physiker, Verhaltensforscher und Judomeister Dr. Moshe Feldenkrais entwickelte Lernmethode lässt Raum, die eigenen Bewegungsgewohnheiten wahrzunehmen und zu verändern. Die Feldenkrais-Methode® nutzt auf intelligente Weise die natürliche Fähigkeit des Nervensystems, Ordnung zu schaffen und sich neu zu vernetzen (Neuroplastizität des Gehirns). Durch die gezielte Lenkung der Aufmerksamkeit und den kreativen Umgang mit Fehlern findet der körperbezogene Lernprozess auf spielerischer Ebene statt. Somit ist die Feldenkrais-Methode® auch für Kinder zur Entwicklung und Förderung der sensomotorischen Wahrnehmung besonders gut geeignet.
Anhand des Themas „Stabilität und Flexibilität“ werden im Kursus verschiedene Bewegungsmöglichkeiten erforscht, neu erfahren und entdeckt:
- Was bedeutet es im Gleichgewicht zu sein?
- Wie nehmen wir Stabilität wahr?
- Wie viel Flexibilität können wir zulassen, ohne aus dem Gleichgewicht zu geraten?
- Wie gehen Kinder mit Gleichgewicht um?
Referentin:
Katrin Springherr, Tanzpädagogin und Feldenkrais-Lehrerin®,
Co-Assistentin in nationalen und internationalen Feldenkrais-Ausbildungen; arbeitet seit einigen Jahren vorwiegend mit Kindern.
Zielgruppe: PädagogInnen, TherapeutInnen und alle, die mit Kindern arbeiten.